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Freitag, 25. September 2009

Val d Argent: Quiltausstellungen

An den Häusern im Val d' Argent ist unschwer zu erkennen, dass das Tal, als der Silberabbau noch aktiv war, schon bessere Zeiten gesehen hat. Doch jedes Jahr im September kommt wieder Leben ins Silbertal. An die 30000 QuilterInnen aus allen mögliche Ländern besuchen den Carrefour Européen du Patchwork. Heuer fand diese Quiltshow zum 15. Mal statt.
Die verschiedenen Ausstellungen sind auf vier Orte (Ste.Marie -aux -Mines, Ste. Crois-aux-Mines, Lièpvre und Rombach le Franc) verteilt und zwar in Kirchen, Schulen, Villen und im Theater. Leicht vorzustellen, dass sich diese Räumlichkeiten allein schon von den Lichtverhältnissen her nicht immer ganz ideal zur Präsentation von Quilts eignen. Sieht man darüber hinweg, so ist dieses Ereignis ein wunderbares Erlebnis. Ich empfinde es als sehr angenehm. dass man in den Orten zwischen den einzelnen Ausstellungen zu Fuß unterwegs ist und so auch die Städtchen bzw. Dörfer etwas kennen lernt.
Ich habe den Carrefour heuer zum dritten Mal besucht und jedes Mal gefiel mir die ausgewogene Mischung von Tradition und Moderne, von Quilts aus Frankreich, anderen europäischen Ländern und aus anderen Kontinenten besonders gut.
Auf dem Gebiet der traditionellen Quilts nehmen die japanischen Quiltkünstlerinnen eine Sonderstellung ein. Einzigartig schöne und in ihrer Ausführung unübertroffene Quilts gab es zu sehen. Schwierig zu fotografieren, doch die Details zeigen ohnehin besser die Qualität dieser Arbeiten:
Details : bitte anklicken

Eine eigene Welt der Schönheit waren für mich immer schon die aus Reproduktionsstoffen gefertigten traditionellen Quilts :


Ebensolche Spitzenleistungen gibt es aber genauso auf dem Gebiet der modernen Quilts. Hier gefielen mir ganz besonders die Werke von Christine Restall:

Besonders interessant fand ich das von Irene Kahmann initiierte Projekt "Textiler Wald":

Nicht zu veregssen die monumentalen Werke eines Michael James :
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Für die Strickerinnen unter meinen Besuchern zeige ich eine gestrickte, farblich sehr schöne Decke aus Afrika:

Und zum Abschluss für die Stickerinnen noch eine chinesische Stickerei:

Es ist immer schwierig aus den zahlreichen wunderschönen Werken eine Auswahl zu treffen. Aber ich hoffe, man kann die Vielfältigkeit der im Val d' Argent gezeigten Ausstellungen erkennen. Die Qualität sowohl der traditionellen als auch der modernen Quilts stellt -jedenfalls für mich- die Berechtigung einer Kontroverse zwischen diesen beiden Richtungen doch sehr in Frage.

Montag, 21. September 2009

Val d' Argent: Riquewihr

Da Hanna, Michaele und ich mit dem PKW ins Val d' Argent fuhren, war es möglich im idyllischsten Ort dieser Gegend zu wohnen, nämlich im wunderschönen Riquewihr, das hoch oben in den elsässischen Weinbergen liegt:















In dieser engen Gasse war unser Hotel, ein uralter Fachwerkbau, verwinkelt, gemütlich und voller Atmosphäre:















Unser Zimmer hatte ein zweites Geschoß, das man mittels Wendeltreppe erreichte. Hier stand nur ein großes Bett und ein Nachtkästchen. Hierher ins sogenannte "Kinderzimmer" wurde ich verfrachtet. Ich schlief herrlich, direkt unter dem Dachgiebel.
Glücklicherweise entschieden wir uns, am Freitag Riquewihr zu erkunden und gerade an diesem Tag war auch Markttag :
Leckere Sachen, bei deren Anblick einem das Wasser im Mund zusammen läuft, wurden hier verkauft:






























Aber nicht nur Kulinarisches gab's auf diesem Markt, sondern auch schöne französische Stoffe zu moderaten Preisen:















Beim Bummeln durch die Stadt entdeckten wir auch ein kleines Textilgeschäft mit alten Nähmaschinen: Dieses Modell von Peugeot fanden wir besonders interessant:















Der Besuch einer Weinhandlung durfte natürlich nicht fehlen:















Überall konnte man Laugenbrezen kaufen, doch auch leckere Süßigkeiten wie Maronen:














Noch einige Eindrücke von Riquewihr:













Bitte anklicken


Von den doch recht anstrengenden Ausstellungsbesuchen und dem Durchstöbern der Einkaufszelte haben wir uns am Abend natürlich auch immer in Riquewihr bei köstlichem Abendessen erholt und so manches Gläschen Pinot gris auf dich, liebe Martina, getrunken. Du hast uns gefehlt !


An diesem Tag war Michi sehr hungrig:














Am letzten Abend haben wir ein besonders köstliches Abendessen genossen in einem doch außergewöhnlichem Ambiente, nämlich in einem eingezogenen Zwischengeschoß. Man saß hier sehr bequem, doch der Raum war vielleicht grade 150 cm hoch - für die Kellner weniger angenehm:


Bevor ich bei meinem nächsten Post zu den Ausstellungen komme, möchte ich noch Fotos von den Verkaufsständen zeigen und zwar für die Stickerinnen unter meinen LeserInnen:







Bei diesem italienischen Stand habe ich besonders an die liebe Barbara denken müssen:
Bitte anklicken


Um das Thema "Verkaufsstände" abzuschließen, zeige ich noch meine neuen Stoffe aus der Serie "Arabesque" by Claudia Pfeil, díe nun auf Verarbeitung warten. Hoffentlich fällt mir dazu etwas ein !

Donnerstag, 27. August 2009

Best of Birmingham Teil 2

Gleich der erste Nachmittag in Birmingham wurde genutzt, um William Shakespeares angebliche Geburtsstadt Stratford upon Avon zu besuchen. In diesem Haus soll der Dichter geboren worden sein:














Wie auch immer man zur Problematik einer tatsächlichen oder fiktiven Person "William Shakespeare" steht, Stratford ist allemal einen Besuch wert:













Da fällt mir gleich dieser witzige Quilt ein :













Zur Teatime gab's natürlich köstlichen englischen Tee und typisch englische Kalorienbomben:














Dazu gleich den passenden Quilt zum Thema "Schlankheitswahn":














Gemeinsam genossen wir ein Dinner im Hilton mit anschließendem Vortrag der amerikanischen Designerin Amy Butler. In ihren Darlegungen gelang es ihr überzeugend Inspirationsquellen ihrer Designs transparent zu machen:










Bitte anklicken




Wir haben Amy als offene und überaus sympathische Frau kennen gelernt :














Ich habe es sehr genossen, gemeinsam mit Monika sämtliche Verkaufsstände unter die Lupe zu nehmen:
Magischer Anziehungspunkt: Kaffe Fassett.
Und wieder ein signiertes Buch mehr:











Treffpunkt der Stand von Renate und Marion Wetter von Panama Mola. Besonders praktisch war es, hier unsere Einkäufe zu deponieren.














Neben den schönen Molas, Schnittmustern und originalen Stoffen gab es auch von Renate Wetter entworfenen Schmuck:














Nächste Attraktion der Stand von Oakshott. Hier meine Ausbeute:














Das Täschchen links unten war eine Draufgabe, über die ich mich natürlich sehr freute.

Diese entzückenden Täschchen werden in Burma angefertigt. Mit dem Kauf unterstützt man Notleidende in diesem Land. Nette "Mitbringsl":














Auf diesen Stand aus Südafrika wies uns Helen hin:














Die süßen Elefanten haben es mir besonders angetan:













Besonders nett war es, dass wir auch andere österreichische Quilterinnen getroffen haben wie hier Helen, die Frontfrau der österreichsichen Patchworkgilde und Uschi, die Tiroler Repräsentantin der Gilde :













Oder hier fröhliches Beisammensein mit Christl und Christa aus Oberösterreich:













Vor dem Abflug trafen wir dann doch noch Ursula aus der Brunner Gruppe mit ihrer Tochter:













Wie man an den Gesichtern von Hanna und Martina sieht, hatten wir alle einfach nur



S P A S S !!!!










Dienstag, 25. August 2009

Best of Birmingham Teil 1

Diesmal waren in Birmingham etwas über 900 Quilts in den verschiedenen Kategorien eingereicht worden. Etwas weniger als in den Vorjahren, was vielleicht mit der Reduzierung der Kategorien zusammen hängen mag. Aber immer noch kaum in drei Tagen zu bewältigen! Jeder kann einen oder mehrere Quilts einreichen und wird auch ausgestellt. Quilts von Amateuren und KünstlerInnen hängen neben einander, was einen eigentümlichen Reiz ergibt. Da die Arbeiten anonym juriert werden, sind neben den Quilts nur Zahlen zu sehen. Natürlich sind manche KünsterInnen unverkennbar. Bevor ich Bilder der Quilts, die mir besonders gefielen, zeige ein Foto eines Gewinnerquilts, der auch als beste Arbeit der gesamten Show ausgezeichnet wurde :
Best of Show

Mir persönlich gefallen etwas weniger elaborierte und perfekt gearbeitete Quilts, die mehr "Menschliches" an sich haben, allerdings besser:
Hier einige traditionelle Quilts:

Die Tendenz geht stark zu mit der Maschine gequilteten Arbeiten. Unter den Beiträgen zu "Essence of Europe" war jedoch ein besonders schöner von Hand gequilteter und applizierter Quilt zu sehen:

Hier war auch dieses "Quilthaus" zu bewundern :

Über dieses Detail habe ich herzlich gelacht :

An diesen Beispielen sieht man, was KönnerInnen mit einer Longarm-Quiltmaschine aus einem Quilt heraus holen können:

Gut gefielen mir auch traditionell gepiecte Quilts mit modernem Touch wie beispielsweise diese :

Dieser Quilt zählte zu meinen Favoriten:

Einige Beispiele modern gearbeíteter Quilts:

Unter den Objekten hat es mir dieses liebevoll mit winzigsten Hexagonen gestaltete Nähkörbchen besonders angetan:

Wunderschön bestickt ist dieser Crazy-Quilt:

Das ist aber alles nur ein kleiner Ausschnitt aus all' den tollen Quilts, die in Birmingham zu sehen waren.
Für mich das Allerbeste war es aber, dass Hanna, Martina, Monika und ich so völlig entspannte harmonische Tage mit viel Lachen und Spaß verbringen konnten. Über das Beste aus unseren gemeinsamen Unternehmungen bei meinem nächsten Post.